Eine Stadt wächst über sich hinaus
Infrastrukturell gut angebunden, überzeugt Schloß Holte-Stukenbrock als Standort für expandierende Unternehmen. 2009 ist der Elektronik-Dienstleister Regenersis hierher gezogen – und profitiert seither von besten Bedingungen in einer wachsenden Mittelstadt.
Weil wir hier ideale Bedingungen haben: Die Nähe zur Autobahn, passgenau die große Halle, die wir brauchen – und neue Kunden in unmittelbarer Nähe“, erklärt Regine Friesenhausen auf die Frage, warum Regenersis, Dienstleister für Elektronikspezialisten wie Siemens und Wincor Nixdorf, vor zwei Jahren von Paderborn nach Schloß Holte-Stukenbrock gezogen ist. Friesenhausen ist Finanzdirektorin der deutschen Tochter des britischen Serviceunternehmens, das sich auf technische Instandsetzung und technischen Service von elektronischen Geräten fokussiert. Hier sitzen die Spezialisten für das Innenleben von Geldautomaten und Kassensystemen, Computern, PC-basierten Steuerungen von Diagnostiksystemen in der Medizintechnik und anderen Geräten im IT-Bereich. Sind elektromechanische Baugruppen oder elektronische Leiterplatten defekt, werden sie in Ostwestfalen-Lippe ausgetauscht und repariert.
Mussten beim Umzug 2009 noch 170 Mitarbeiter die Kisten packen, so beschäftigt das Unternehmen heute bereits 200 Mitarbeiter am Standort. „Das liegt auch daran, dass wir im Juli strategischer Partner für Reparaturen des gesamten Produktspektrums von Wincor Nixdorf wurden und mehr als 20 Mitarbeiter des Partners übernommen haben“, erklärt Burkhard Schnückel, Manager im technischen Bereich. Und das Unternehmen erwartet weiteres Wachstum: „Unsere Umsätze von rund 12,5 Millionen Euro werden im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich um 20 Prozent steigen.“ Neben den klassischen IT-Feldern will das Unternehmen verstärkt neue Geschäftsgebiete in der Medizintechnik und Industrieautomation besetzen.
Viel Platz für Bauherren
Schloß Holte-Stukenbrocks Bürgermeister Hubert Erichlandwehr ist über den Zugewinn für seine Stadt froh: „Nachdem der frühere Mieter Parker Ermeto den Umzug seiner Logistiksparte nach Bielefeld ankündigte, konnte gemeinsam mit dem Eigentümer schnell ein neuer Mieter für das Verwaltungsgebäude und die 7.000 Quadratmeter große Halle in Bahnhofsnähe gefunden werden.“ Und nach nur sechswöchiger Renovierungs- und Umbauzeit – eine neue umweltfreundliche Holzheizung ersetzt nun die alte Ölheizung – konnten die Mieter ihr Domizil beziehen.
Verwaltungschef Erichlandwehr und Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten hoffen jetzt auf weitere interessierte Firmen, denn die Stadt zwischen Bielefeld, Detmold, Paderborn und Gütersloh hat viel zu bieten: Im Gewerbegebiet Augustdorfer Straße befinden sich noch 50.000 Quadratmeter GI-Flächen mit direkter Anbindung an die L 758. Denkbar ist eine Aufteilung der freien Flächen in mehrere größere Grundstücke – maximal stehen um die 18.000 Quadratmeter zusammenhängend zur Verfügung. An sieben Tagen in der Woche ist 24 Stunden lang Anlieferverkehr erlaubt, es gibt kaum Planungsrestriktionen. Aber Gewerbeflächen sind nicht die einzigen Trümpfe, mit denen der Wirtschaftsstandort im Speckgürtel Bielefelds ansiedlungswillige Unternehmen locken möchte: Auch ein neues Baugebiet ist in Planung. 40.000 Quadratmeter in zentraler Lage stehen im Stadtteil Stukenbrock bereit, derzeit läuft ein Ideenwettbewerb. 50 bis 60 Häuser sollen hier entstehen. In der zweiten Jahreshälfte 2012 könnten schon die Bagger rollen.
Quelle: Wirtschaftsblatt Westfalen 5/11–1/12
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Alles, was eine Stadt braucht
Vor allem die besondere Lage im Kreuzungsbereich der Autobahnen A 2 und A 33 hat das positive Wachstum von Schloß Holte-Stukenbrock stets begünstigt. Die Stadt im Westen des Kreises Gütersloh hat ihre Chancen perfekt genutzt und sich zu einem vollwertigen Wohn- und Wirtschaftstandort entwickelt.
Vom Selbstbewusstsein der Stadt kündet seit dem Sommer auch das neue schwarzglänzende Begegnungszentrum am Gymnasium. Direkt neben dem Rathaus investierte Schloß Holte-Stukenbrock vier Millionen Euro in einen aufsehenerregenden elliptischen Bau, der Platz für eine Aula und eine Mensa bietet. „Mit diesem architektonischen Schlusstein krönen wir unser Bildungsangebot mit allen Schulformen und einem breiten VHS-Programm“, erläutert Bürgermeister Hubert Erichlandwehr.
Leben und Arbeiten
Der finanzielle Kraftakt lohnt sich, denn die junge Stadt zieht weiterhin junge Familien an. Das Bevölkerungswachstum wird durch die Ausweisung neuer Wohngebiete gestützt. In Vorbereitung ist ein weiteres Quartier. „Rund einen Kilometer vom Rathaus entfernt entwickeln wir ein 40.000 Quadratmeter großes Areal für Einfamilienhäuser und erstmals auch für alternative Wohnformen“, berichtet der Leiter der Wirtschaftsförderung, Werner Thorwesten. Die 27.000-Einwohner-Marke hat die Verwaltungsspitze fest im Visier.
Schloß Holte-Stukenbrock zählt zu den wirtschaftskräftigen Kommunen in Ostwestfalen. In der Stadt gibt es über 200 relevante Unternehmen mit zusammen mehreren 1.000 Beschäftigten. Zuletzt hat die Deutsche Bahn-Tochter Schenker mit 170 Mitarbeitern ein neues Logistikzentrum an der A 33 bezogen.
„Die Schaffung von Arbeitsplätzen bestimmt unsere Ansiedlungspolitik“, sagt Hubert Erichlandwehr. Seine Bürger finden darum direkt am Wohnort Arbeits- und Ausbildungsstellen, und auch die heimischen Unternehmen profitieren vom Fachkräftepotential am Ort. Firmen wie beispielsweise Regenersis. Der Servicepartner von Mobilfunkkonzernen, Computerherstellern und Internetanbietern ist vor drei Jahren nach Schloß Holte-Stukenbrock gezogen und hat seither die Mitarbeiterzahlen kräftig gesteigert.
Größter Arbeitgeber am Standort ist der inhabergeführte Armaturenhersteller Ari mit 560 Mitarbeitern. Ein weiterer Wachstumsgarant für Schloß Holte-Stukenbrock ist Froli aus dem Ortsteil Liemke. Das Familienunternehmen produziert und entwickelt seit 1962 unter anderem Bettfederungen, Büromöbel sowie Caravanausstattungen. Aktuell investiert man fast zwei Millionen Euro in eine weitere Halle und zusätzliche Anlagen.
Im Gewerbepark Augustdorfer Straße kann Werner Thorwesten zur Zeit noch rund 50.000 Quadratmeter Fläche anbieten. Das größte Grundstück ist knapp 18.000 Quadratmeter groß.
Aktuell und zukünftig
„Wir beginnen jetzt mit den Überlegungen, wo und wie wir unseren längerfristigen Gewerbeflächenbedarf ausweisen können“, sagt der städtische Wirtschaftsförderer. Vor allem der Lückenschluss der A 33 wird die Attraktivität für Unternehmen mit überregionalem Fokus ernorm steigern. Gewerbeflächenpotentiale gibt es im Umfeld des Gewerbegebietes am Kreuzkrug. Aber auch wenn die Stadt das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung dieses Standortes legt, gibt es im Bereich des weiteren Anschlusses an die A 33 im Ortsteil Stukenbrock-Senne durchaus Alternativen. "Es wird sich im Änderungsverfahren des Regionalplans zeigen, welcher Standort der bessere sein wird", ist sich Bürgermeister Erichlandwehr sicher.
Quelle: Wirtschaftsblatt Westfalen 4/11
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Hinter’m Horizont geht’s weiter
Wissen ist Macht. Während es früher vor allem Edelleuten, Philosophen, Künstlern oder Geistlichen vorbehalten war, sich zu Bildungsreisen in ferne Länder aufzumachen, ist es heute Pflicht aller, ihren Horizont permanent zu erweitern. Die Wege in die Hallen der Erkenntnis sind dabei deutlich kürzer geworden – wie man in Schloß Holte-Stukenbrock bestens erfahren kann.
M it zwei Autobahnanschlüssen ist die Stadt via der A 33 und der A 2 an die Wirtschaftszentren Hannover, Hamburg, Berlin sowie den Rhein-Ruhr-Raum angebunden. Davon profitieren die in Schloß Holte-Stukenbrock ansässigen Firmen nicht nur im täglichen Geschäft, sondern auch bei der Suche nach neuen Fachkräften sowie der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. Darüber hinaus liegt Schloß Holte-Stukenbrock etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen den Hochschulstandorten Bielefeld und Paderborn, die durch die alte Bundestraße 68, heute L 756, verbunden sind. Ideale Voraussetzungen also, um von einem breiten Bildungsangebot zu profitieren.
Die Verbindung habe Tradition, berichtet Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten. „Seit jeher nutzen Einwohner wie Arbeitnehmer die verkehrsgünstige Lage, um nach Bielefeld oder Paderborn zu gelangen und sich dort fortzubilden. Umgekehrt ist Schloß Holte-Stukenbrock auch für dort Studierende schnell zu erreichen. So gesehen, haben unsere Unternehmen eine riesige Auswahl an Fach- und Führungskräften.“ Aufgrund des demografischen Wandels sei die rechtzeitige Rekrutierung von zukünftigen Arbeitnehmern für alle Firmen ein wichtiges Thema, so Thorwesten. Um die heimische Wirtschaft bei der Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften zu unterstützen, hat man in Schloß Holte-Stukenbrock deshalb zu Beginn des dritten Jahrtausends eine Ausbildungsmesse initiiert. Die Berufsinformationsbörse (BIB) war anfangs noch von der Arbeitgeberseite eher unterbesetzt, berichtet der Wirtschaftsförderer. In den vergangenen beiden Jahren habe die Veranstaltung jedoch einen immensen Aufschwung erlebt. „Bei der letzten BIB im September 2010 nutzten über 30, größtenteils heimische Unternehmen die Gelegenheit, sich Schülern als künftige Arbeitgeber zu präsentieren“, sagt Thorwesten. Darunter auch Vertreter aus den Branchen Logistik, Maschinenbau, Metallverarbeitung und Regelungstechnik, die in Schloß Holte-Stukenbrock zahlreich vertreten sind. Mechatroniker, Zerspanungstechniker und Ingenieure werden hier besonders benötigt. Darüber hinaus biete der Standort aber auch Entwicklungsperspektiven für Nachwuchskräfte in Handwerk, Handel und Gesundheitswesen.
Einige Firmen in Schloß Holte-Stukenbrock, wie beispielsweise die Holter Regelarmaturen GmbH & Co. KG nutzen darüber hinaus das umfassende Angebot der benachbarten Fachhochschulen zum dualen Studium. Neben Paderborn und Bielefeld werden seit 2010 auch im nahe gelegenen Gütersloh praxisintegrierte Studiengänge angeboten, unter anderen ein Bachelorstudiengänge für Wirtschaftsingenieurwesen sowie für Mechatronik und Automatisierung.
Mit einer Arbeitslosenquote von nur sechs Prozent und einem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum steht Schloß Holte-Stukenbrock hervorragend da. Vom Wohnen im Grünen und allerhand Freizeitangeboten in landschaftlich reizvoller Lage über das gute Bildungsangebot mit allen Schulformen bis hinzu vielfältigen Kulturveranstaltungen kann die Mittelstadt vielfältig überzeugen. „Wer dennoch etwas vermisst, zum Beispiel Zweitligafußball, ist auch in diesem Fall in 15 bis 20 Minuten in Bielefeld oder Paderborn“, so Wirtschaftsförderer Thorwesten mit einem Augenzwinkern.
Quelle: Wirtschaftsblatt Westfalen 1/11
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Die Wunscherfüller
So wie die Schenker Deutschland AG ihre Mission darin sieht, die globalen Märkte schnell und lückenlos zu verbinden, sieht sich die Stadtverwaltung Schloß Holte-Stukenbrock in der Pflicht, schnell und zuvorkommend auf die Wünsche ansiedlungswilliger Unternehmen zu reagieren. Jetzt haben beide zusammen gefunden.
Beschenkt wurden sie alle. Schloß Holte-Stukenbrock bekommt mit der Schenker Deutschland AG ein auf Wachstum ausgerichtetes Unternehmen, das auf Dauer neue Arbeitsplätze in der 26.000 Einwohner zählenden Kommune südwestlich von Bielefeld schafft. Der führende Anbieter für integrierte Logistik wiederum freut sich über die neu erworbene Fläche von 60.000 Quadratmetern mit direkter Anbindung an die Autobahn.
Namhafte Erschließung
„Wir fühlen uns hier willkommen“, sagt Michael Vogt, der die Geschäftsstelle Bielefeld für Landverkehr/Logistik der Schenker AG leitet. Als Logistikdienstleister habe man es nicht so einfach. Die Angst vor Belästigungen durch Lärm, Abgase und verstopfte Straßen sei häufig ein Grund für eine ablehnende Haltung der Kommunen. Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten sieht an dem neu erschlossenen Standort keine Beeinträchtigungen für Schloß Holte-Stukenbrock. „Das Gelände liegt eingebettet in Wald und Flur mit direkter Anbindung an die Autobahn A 33. Es war im Besitz eines Landwirtes – aus den Verkaufsverhandlungen haben wir uns völlig herausgehalten.“ Erst als es um die Erschließung des Grundstückes ging, wurde die Stadtverwaltung aktiv. „Dabei ist man uns sehr entgegengekommen“, unterstreicht Michael Vogt. Alles verlief schnell und unbürokratisch. Das Sahnehäubchen gab es nach dem offiziellen Spatenstich: Um dem Unternehmen ihre Wertschätzung auszudrücken, benannte die Stadt die zum Gelände führende Erschließungsstraße nach dem Unternehmensgründer Gottfried Schenker.
Wachstum im vertrauten Umfeld
Seit den 1960er Jahren bedient das Deutsche-Bahn-Unternehmen die regionale Wirtschaft vom Standort Bielefeld aus. „Wir transportieren aktuell für rund 250 Unternehmen in der Region. Und es werden immer mehr. Dafür benötigen wir auch mehr Platz. Und den kann man uns am jetzigen Standort nicht zur Verfügung stellen“, begründet Michael Vogt die bevorstehende Konzentration von drei Standorten mit zusammen 165 Arbeitsplätzen in Schloß Holte-Stukenbrock. 16 Millionen Euro investiert der Konzern am neuen Standort. Im ersten Schritt werden ein mit Erdwärme beheiztes Bürogebäude und eine Umschlaghalle mit 6.000 Quadratmetern Fläche entstehen. Später soll noch eine Logistikhalle dazukommen.
Quelle: Wirtschaftsblatt Westfalen 5/10
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Fördern und Befördern
Zuerst nach rechts oder lieber nach links? Wer von der Autobahn A 33 kommend nach Schloß Holte-Stukenbrock will, hat die Qual der Wahl: Rechts herum kommt man direkt an den möglichen Schauplatz der unternehmerischen Zukunft, links rum zu den Weichenstellern.
Bei der städtischen Wirtschaftsförderung versteht man sich als Wegbereiter für neues Wachstum. Und dass durchaus im wörtlichsten Sinne, wie das Beispiel des Paketdienstleisters Hermes zeigt. Dieser suchte 2009 ein neues, größeres Areal für seine Niederlassung im Kreis Gütersloh. In Schloß Holte-Stukenbrock hatte man das ideale Grundstück gefunden. Die Zufahrt zum Gelände lag jedoch eher ungünstig für den überwiegend nachts ein- und auspendelnden Fernverkehr. „Ideal wäre eine Stichstraße gewesen, um die Einfahrt zu verlegen”, berichtet Yvonne Edler, Leiterin Betrieb bei Hermes.
Kein Problem für die Organisatoren der Stadt: 70 Meter zusätzliche Straße ließ man bauen, „ohne dass wir lang debattiert haben”, betont Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten. Doch das war nicht die einzige angenehme Überraschung für den Neuansiedler Hermes: „Alles ging sehr schnell. Vom ersten Kontakt mit der Wirtschaftsförderung an vergingen gerade einmal vier Wochen, bis mit dem Bau der Gebäude begonnen werden konnte. Bereits im August gingen bei uns die ersten Pakete auf Reisen”, erinnert sich Niederlassungsleiter Karlheinz Hoheisel. In der großen Halle und in den Verwaltungsräumen arbeiten heute rund 60 Mitarbeiter. Bis Mitte Juli diesen Jahres wurden rund 7,5 Millionen Sendungen umgeschlagen. Das Geschäft läuft so gut, dass Karlheinz Hoheisel langfristig sogar an eine Erweiterung denkt. Mit seiner „Gebirgsniederlassung” zwischen Teutoburger Wald, Weser und Wiehengebirge ist der Logistikexperte auch noch aus anderen Gründen mehr als zufrieden: „Die Nähe zu den drei wichtigen Autobahnen A 33, A 2 und A 44 garantiert uns schnellstmögliche Zustellung.”
Hier könnte Ihre Firma stehen
Die neue Hermes-Niederlassung liegt im Gewerbegebiet Augustdorfer Straße im Stadtteil Stukenbrock. Unweit entfernt haben Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung ihren Sitz. Hier ist man aktuell dabei, gezielt nach Nachbarn für Hermes zu suchen. Wichtiger Anreiz dabei sei der mit 330 Punkten zweitniedrigste Gewerbesteuerhebesatz in ganz NRW, erläutert Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. Zwei Firmen haben den Standort bereits neu für sich entdeckt: die Trusetal Verbandstoffwerk GmbH und der Werkzeugmaschinenbauer Kittel. Darüber hinaus ist mit 55.000 Quadratmetern noch reichlich Expansionsfläche für weitere Unternehmen verschiedenster Branchen vorhanden. Werner Thorwesten präzisiert: „Die kleinste Flächeneinheit liegt bei 2.000 Quadratmetern, die größte bei 18.000. Dazwischen ist jede Aufteilung denkbar."
Quelle: Wirtschaftsblatt Westfalen 4/10
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Die Aus-dem-Weg-Räumer
Wenn es darum geht, Unternehmen in Schloß Holte-Stukenbrock neue Perspektiven zu eröffnen, benötigt Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten kein schweres Gerät. Im Gegenteil: Ein offenes Ohr und das Gespür für das richtige Maß der Dinge sind es, die die Wirtschaft in Ostwestfalen wachsen lassen.
Weil wir hier ideale Bedingungen vorfinden. Und weil die Stadtverwaltung stets bemüht ist, uns Stolpersteine aus dem Weg zu räumen“. Auf die Frage nach den Vorzügen von Schloß Holte-Stukenbrock zögert ARI-Produktionsleiter Thomas Mittmann nicht lange. Die Firma ARIArmaturen ist mit 550 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Stadt am östlichen Zipfel des Kreises Gütersloh. Das familiengeführte Unternehmen stellt Schwerarmaturen her, die in Versorgungsleitungen der Chemieindustrie ebenso eingesetzt werden wie im Schiffbau und in der Gebäudetechnik. „Ein ideales Umfeld – darunter verstehen wir attraktive Lebensräume für unsere Mitarbeiter und eine verkehrstechnisch optimale Anbindung, wie wir sie hier mit den Anschlüssen an die Autobahnen A 2 und A 44 vorfinden“, so Mittmann. Dies sei aufgrund der globalen Tätigkeit des 1950 gegründeten Unternehmens besonders wichtig. Sechs von zehn ARI-Absperrventilen werden außerhalb Deutschlands eingesetzt. Verkauft werden die Produkte in 60 Staaten, in neun Ländern via eigener Vertriebstöchter. „Internationale Besucher sind beinahe wöchentlich bei uns zu Gast“, berichtet Mittmann. Zumeist kommen sie mit dem Flugzeug und landen am Airport Paderborn-Lippstadt, der über die Autobahn A 33 in weniger als 30 Minuten zu erreichen ist.
Auf dem kurzen Wege
Aber nicht nur die Lage ist perfekt für ARI, auch die Betreuung durch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sei exzellent: „Wir haben im Laufe der Jahre beständig expandiert, mussten erweitern, verlagern, anbauen. Die Stadtverwaltung hat uns dabei als Baugenehmigungsbehörde stets in vorbildlicher Weise unterstützt“, so Mittmann. Zuletzt hat der Armaturenhersteller Anfang 2008 einen Neubau für Versand und Produktion bezogen – auch hier gingen sämtliche Planungen glatt über die Bühne. Jüngstes Projekt: ARI benötigte dringend zusätzliche Mitarbeiterparkplätze. Eine ursprünglich nicht zur Bebauung freigegebene Fläche gegenüber dem Werksgelände wurde dafür mit Unterstützung der Stadt umgewidmet – der Veränderung steht nun nichts mehr im Wege. „Die gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen und das Aus-dem-Weg-Räumen von Problemen und Hindernissen hat bei uns höchste Priorität“, so Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten. „Die Firmen sollen sich auf ihr Kerngeschäft und ihr Wachstum konzentrieren können. Dafür, dass die Rahmenbedingungen stimmen, sorgen wir.“
Quelle: Wirtschaftsblatt Westfalen 3/10
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Die Wachstumsförderer
Im regionalen Wettbewerb um die Gunst ansiedlungswilliger Unternehmen und qualifizierter Fachkräfte wird mit harten Bandagen gekämpft. Sich hier erfolgreich durchsetzen kann nur, wer mit Service, Flächenangeboten und einem attraktiven Umfeld gleichermaßen überzeugt. So wie Schloss Holte-Stukenbrock.
Als oberster Investmentberater hat Bürgermeister Hubert Erichlandwehr eine klare Devise ausgegeben: „Was andere können, können wir noch besser.“ Deshalb hat er die zielführende Beratung und Begleitung von expansionswilligen Firmen zur Gemeinpflicht der etwa 100 Verwaltungsmitarbeiter an der Rathausstraße gemacht. Unter Federführung von Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten werden Anfragen hier zentral und umgehend bearbeitet. „Durch die Nähe zu den Großstädten Bielefeld, Detmold und Paderborn sowie unsere gute Anbindung an die Autobahnen A 33, A 2 und A 44 ist Schloss Holte-Stukenbruck ein immer häufiger nachgefragter Standort“, berichtet der Wirtschaftsförderer.
Begehrter Wachstumsfonds
Wie bei jeder langfristigen Anlage informieren sich viele Interessenten zunächst über die Rahmenbedingungen für ein mögliches Investment – und erfahren dabei Erfreuliches: Mit 240 Punkten ist die Grundsteuer in Schloss Holte-Stukenbrock die niedrigste in ganz Nordrhein-Westfalen. Und auch in punkto Gewerbesteuer belegt die Kommune einen Spitzenplatz: Mit 330 Prozentpunkten ist man landesweit ebenfalls top – nur das niederrheinische Straelen veranschlagt noch etwas weniger. „Wir sind finanziell solide aufgestellt – ein Vorzug, den wir gerne an diejenigen weitergeben, die in Schloss Holte-Stukenbrock investieren“, bekräftigt der Bürgermeister. Und davon gibt es einige: So haben etwa der Spezialist für Lösungen im Maschinenbau W. Strothmann oder Regenersis, Anbieter von Managed Services für Technologieprodukte, den Standort für sich entdeckt. Der Lebensmittel-Discounter Aldi hat im Ortsteil Liemke ein Zentrallager errichtet. Neuzugängen kann Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten im 80.000 Quadratmeter großen Gewerbepark Augustdorfer Straße frei parzellierbare Flächen von bis zu 18.000 Quadratmeter Größe anbieten. „Aktuell stehen noch 55.000 Quadratmeter mit direkter Anbindung an die L 758 zur Verfügung“, so der „Unternehmerpilot“.
Breites Portfolio
Rund ein Drittel der GI-Flächen seien bereits vermarktet. Unter anderen an die Trusetal Verbandsstoffwerk GmbH, die hier Okklusionspflaster, Wundkompressen und Augentropfen vertreibt. Unmittelbar nebenan befindet sich seit kurzem die Kittel GmbH, Spezialist für den Werkzeugmaschinenbau sowie die Reparatur und Wartung von Spindeln, Bohrwerken und Fräsköpfen. Und der Logistikriese Hermes, der im August mit 80 Mitarbeitern aus Sennestadt nach Schloss Holte-Stukenbrock übergesiedelt ist. Künftigen Nachbarn kann Werner Thorwesten zum Quadratmeterpreis von rund 50 Euro einen weiteren Vorzug offerieren: „Da der Stadtkern in ausreichender Entfernung liegt, ist an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden lang Anlieferverkehr erlaubt, es gibt kaum Planungsrestriktionen.“
Quelle: Wirtschaftsblatt Westfalen 2/10
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